Vertragsrecht5 Min. Lesezeit2026-04-04

Verstehen des Schweizer Rechts: Einleitung für Anfänger

Die Grundlagen des schweizerischen Rechtssystems: Quellen des Rechts, Organisation, Prinzipien und wie sich darin zurechtzufinden ist.

Letzte Aktualisierung : 2026-04-04

Die Grundlagen des Schweizerischen Rechts

Die Quellen des schweizerischen Rechts sind die Bundesverfassung (BV), die Bundesgesetze (OR, ZGB, StGB, StPO, StrafvollzG u.ä.), die Verordnungen des Bundesrates, das Kantongesetzgebung und die Rechtsprechung (insbesondere des Bundesgerichts). Das schweizerische Recht gehört zur romanisch-germanischen Tradition (Zivilrecht).

Die Gesetze finden sich im Systematischen Einzelverzeichnis (SEV) online. Die Urteile des Bundesgerichts werden im BGE (Bundesgerichtszustände) veröffentlicht. Das Prinzip der Treu und Glauben (Art. 2 ZGB) ist grundlegend: jeder Ausübung eines Rechts muss gemäß Treu und Glauben entsprechen.

Häufig gestellte Fragen

Wo finden Sie die Schweizer Gesetze?

Im Systematischen Einzelverzeichnis (SEV) online: fedlex.admin.ch. Die Urteile des Bundesgerichts: bger.ch.

Ist die Rechtsprechung in der Schweiz bindend?

Die Urteile des Bundesgerichts sind formal nicht bindend (es handelt sich nicht um Common Law), folgen jedoch in der Praxis von den unteren Gerichten regelmäßig.

Was ist das Prinzip der treuen Handlung?

Art. 2 ZGB verlangt, dass Rechte im Einklang mit der Treu und Glauben ausgeübt und Verpflichtungen erfüllt werden. Der Missbrauch von Rechten ist nicht durch das Gesetz geschützt.

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Redaktionelle Anmerkung

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information zum Schweizer Recht. Er stellt keine Rechtsberatung dar und ersetzt nicht die Beratung durch eine Fachperson.

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